Erziehung, Femdom

Erweitertes Schmerztraining

Es hat lange gedauert, bis ich mich mit meiner sadistische Ader selbst akzeptieren konnte, es ist auch ein Teil meines sonst so liebevollen Wesens. Es erregt mich, wenn ich meinen Gespielen leiden sehe und gleichzeitig sicher sein kann, dass er es auch mag! Manchmal könnte ich auch in seinen Körper schlüpfen und mir die verschiedenen „Liebesschmerzen“ vorstellen und im Geiste mit ihm leiden und es sehr genießen.

Auf die Frage „Du hast heute die Wahl: Nylons oder Schmerzen?“ gab es damals selten eine eindeutige Antwort und so kombinierten wir es meistens. Bei einer neuen Schmerz-Trainingseinheit fragte ich ihn immer vorher, was er sich als Belohnung wünscht, wenn er die Prüfung erfolgreich besteht. Das motiviert extrem positiv und sein Belohnungswunsch ist mittlerweile sehr selten ein Orgasmus. Das letzte Mal hat er sich beispielsweise neue Nylons von mir gewünscht.

Insgesamt ist es ganz wichtig, ihn unmittelbar danach zu belohnen. Das kann mit viel Nähe sein, küssen, streicheln, kuscheln, ein Orgasmus oder auch etwas vorlesen, ein leckerer, süßer Nachtisch, Schokolade und vieles mehr. In besonderen Situationen hatten wir auch eine Verlängerung oder Variation der Schmerzen als Belohnung vereinbart, das hatte auch etwas besonderes…. für ihn und mich.

Hier eine meiner Erinnerungen eines Spontan-Trainings: Einmal waren wir in einem Hotelzimmer mit so richtig schönen Kleiderbügeln mit breiten und sehr straffen Klammern, eigentlich(!) um Hosen daran aufzuhängen. Die haben mich natürlich inspiriert und er musste sie kurz darauf an seinen Brüsten fühlen und auf dem Tisch eine längere Zeit für mich posieren.

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Ziel des Trainings war, seine Schmerzgrenze zu erweitern über Intensität und Zeitdauer. Übrigens: Bei Klammern ist der Schmerz besonders groß, wenn sie nach einer längeren Zeit abgenommen werden. Und dann kurz darauf nochmal anlegen. Bei dieser Spielart ist es sehr wichtig, den Partner immer gut zu fixieren, vor allem wenn seine Schmerzgrenzen „feinfühlig“ überschritten werden. Das interessante ist, dass diese Schmerzgrenzen recht unterschiedlich und tagesformabhängig sein können. Ein sensibles Vorgehen ist hier besonders wichtig und es ist immer gut zwischendurch zu pausieren, wahrzunehmen oder ihn abzulenken. Von Hilfe kann auch eine ruhige, meditative Atemtechnik sein. Mein Gespiele und ich beherrschen sie und das hilft nicht nur in einer Session, sondern auch im sonstigen Leben. Manchmal ist es auch gut, die „Sau“ so richtig über lautes Schreien raus zulassen. Hängt natürlich von der Location und den Nachbarn ab, ob es geht, sonst empfiehlt sich ein Knebel, natürlich auch in Form von Nylons wenn nichts anderes da ist. Mein Gespiele wurde von mir erzogen, ganz leise zu sein, auch wenn es extrem wird (Das Schweigen der Männer).

In unseren Anfängen haben wir noch eine Schmerzskala von 1 bis 10 zur Rückmeldung verwendet, 10 ist nicht mehr auszuhalten und ich soll aufhören. Ob ich bei 10 wirklich aufhöre, hängt von vielen Faktoren ab. Oft habe ich ihn dann abgelenkt, beispielsweise Klammern an weiteren Stellen angelegt, seinen Schwanz und anderes verwöhnt und ihn somit immer etwas weiter über seine Grenzen gebracht. Und manchmal musste er es einfach noch „etwas“ länger aushalten.

Damals im Hotel war er noch nicht so leise erzogen und ich habe ihm vorsichtshalber einen Nylonknebel angelegt, bevor er die Hosenbügel tragen musste.

Als gelegentliche Ablenkung hatte ich ihm Klammern an seinen Eiern befestigt.

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Als ich spürte, dass er bald nicht mehr kann, habe ich ihn schließlich am Tisch gefesselt. Seine Füße fixierte ich an den Tischbeinen und spreizte so seine Beine. Seine Hände wurden von der anderen Seite des Tisches gezogen und festgebunden.

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Die Klammern an Brüsten und Eiern musste er noch (er)tragen bis ich die Prüfung als bestanden angesehen hatte. Als Ablenkung nutze ich Spanking erst mit der Hand und dann mit unserer Gerte und lotete seine Schmerzgrenzen weiter aus indem ich die Schläge zählte und von der Intensität her steigerte. Nach bestandener Prüfung befreite ich ihn von den Klammern und als Belohnung nahm ich ihn schließlich mit meinem Strap-on, ließ ihn aber noch eine Weile gefesselt und massierte seinen gesamten Körper lang und intensiv.

Er sieht es übrigens als besondere Belohnung, wenn er über längere Zeit von mir gefesselt wird. Damit ihm nicht zu kalt wurde, habe ich ihn mit der Bettdecke zugedeckt und als weiteres „Bonbon“ mich mit gespreizten Beinen ihm gegenüber gesetzt. Ich streichelte meine feuchte Spalte sehr liebevoll und genoss den gefesselten Anblick meines Gespielen und die Erinnerungen an seine intensiven Lustschmerzen. Ob ich es selber wagen würde, mich so von ihm behandeln zu lassen und seine Gespielin zu sein? Die Gedanken daran erregen mich zumindest sehr!

Mittlerweile war die Sonne untergegangen, ich befreite ihn und wir kuschelten uns ins Bett und genossen die Ruhe zusammen mit unserer innigen Nähe. Ich fühlte seinen gesamten Körper und nach einer Weile seine zunehmende Erregung. Wir folgten unseren Gefühlen in ein weiteres, sehr sinnliches Liebesspiel.

Heutzutage antwortet mein Gespiele auf die Frage „Du hast heute die Wahl: Nylons oder Schmerzen?“ übrigens oft mit „Nylons“. Meine sadistische und seine masochistische Ader rücken seltener in den Vordergrund, vermutlich, weil wir es einfach ausleben konnten und anderes für mich und uns viel wichtiger geworden ist. Selbst „Blümchen-Sex“ hat einen sehr hohen Stellenwert mit einer ganz intensiven Art der inneren Liebe und Vereinigung. Und manchmal überkommt es uns wieder und wir spielen dann die alten „Schmerz-Trainings-Spiele“. Das alles gehört zum Leben dazu 🙂

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2 thoughts on “Erweitertes Schmerztraining”

  1. Sehr erregend und zugleich einfühlsam beschrieben. Die Klammern eines Kleiderbügels durfte ich selber auch schon erleben! Als ich mich dann an den Schmerz fast gewöhnt hatte und mir die Klammern nach einiger Zeit wieder entfernt wurden, schwoll der Schmerz zwar nochmals gewaltig an, doch der Körper war so erregt und empfindlich, dass ich fast in Ohnmacht fiel…

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